Die religiöse Dimension der Astrologie
- Klarstellung
- Astrologie als “Analogie-Wissenschaft”
- Was sagt die jenseitige Geisterwelt zur Astrologie?
- Fundamentaler Erkenntnisgewinn
1. Klarstellung
Die meisten Astrologen vertreten die Meinung, die Astrologie gehöre - wie die Astronomie auch - zu den herkömmlichen Wissenschaften oder man sieht sie zumindest gerne in ihrer Nähe.
Dies ist ein Irrtum, denn die Astrologie hat eher mit Religion und Glaube etwas zu tun, als mit analytischer Beweisführung im exoterischen Bereich. Bekanntlich kann die Wissenschaft mit Religion derzeit (noch) nichts anfangen. Deshalb sollte man die Astrologie nicht als “Wissenschaft”, sondern als “Glaubenschaft” bezeichen: Denn zum einen beschäftigt sich die Astrologie als Lehre von den Analogien viel zu sehr mit den subjektiv wahrnehmbaren und damit nicht verallgemeinerbaren Phänomenen dieser Welt. Zum anderen schafft sie Glauben! Glauben nämlich an eine wohlweise Führung der ins Fleisch gegangenen Menschenseele durch die uns stets umgebende Geisterwelt. Die vornehmste Aufgabe astrologischer Forschung ist demnach der Zugang zur Selbsterkenntnis und - damit zwangsläufig verbunden - zur Gott-Erkenntnis.
Angesichts der enormen Bedeutung der Zeitqualität für alles Lebende auf Erden und der Gewißheit, daß ein unvorstellbar großes Heer an Geistwesen (z.B. Engel) im Hintergrund die Fäden zieht, nimmt die Vorsehung (auch Fatum oder Schicksal genannt) mindestens die Hälfte menschlichen Tuns ein und begrenzt damit den freien Willen auf 50 Prozent.
2. Astrologie als “Analogie-Wissenschaft”
Astrologie hat nicht in erster Linie mit Wahrsagen zu tun. - Sie ist vielmehr die Lehre von den Analogien und den göttlichen Urprinzipien.
Im Gegensatz zur Astronomie geht es bei der Astrologie nicht um physikalische Vorgänge, sondern um Entsprechungen (Analogien). Daher könnte man die Astrologie auch als die Wissenschaft von den Analogien bezeichnen. Durch Anwendung eines bildhaft symbolischen Analogie-Denkens erschließt die Astrologie die Zusammenhänge der Hintergrundwelt mit der greifbaren Welt. Dabei prägen weder die materiellen Planeten noch deren elektromagnetische Kraftfelder den Charakter des Menschen, sondern die hinter den Planetenprinzipien stehenden übersinnlich-immateriellen Kräfte. Nicht die Planeten als Zeigeinstrumente bewirken also etwas, sondern das Planetenprinzip, das dahinter steht!
Astrosophie und Astrologie
sind esoterische Disziplinen. Der Begriff Esoterik stammt vom griechischen „esotericos” und bedeutet: innen, innerlich, verborgen. Im Gegensatz dazu bedeutet Exoterik (von „exotericos”) außen, äußerlich, öffentlich, allgemein bekannt. Während also Exoterik die öffentlichen, allgemein zugänglichen, weltlichen Dingen behandelt (über die Massenmedienen Presse, Fernsehen und Hörfunk), ist
Esoterik die Lehre von den verborgenen, göttlichen und damit unvergänglichen Wahrheiten. Diese sind für das Fernsehen wie auch die Presse uninteressant, da diese Botschaften nicht populistisch und monetär verwertet werden können.
Seriöse Astrologie hat weniger mit Voraussagen von
Ereignissen zu tun, als vielmehr mit Erkenntnis, und zwar Selbsterkenntnis. Sie ist notwendig, wenn der Mensch nicht nur in den Tag hinein leben will, sondern den wahren Sinn seines Erdendaseins begreifen will. – Ja, man kann sagen, wer nicht zur
Selbsterkenntnis gelangt, hat umsonst gelebt!
Astrologie hängt eng zusammen mit der Erkenntnis, daß die Seele als Gottesfunke solange ins Fleisch und damit in eine materielle Welt „inkarnieren“ muß, bis sie gottähnlich oder
gottgleich geworden ist. Seriöse Astrologie kann also ohne das Selbstverständis der Re-Inkarnationslehre nicht betrieben werden. Jesus von Nazareth sagte es so: „Werdet vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“. Dies geht aber nur, wenn der Mensch stets versucht, zwischen den Ablenkungen der „satanischen“ Welt, Gott zu finden. Dabei hilft ihm die Astrologie.
3. Was sagt die jenseitige Geisterwelt zur Astrologie?
Jesus
als Inkarnation Christi (-7 vor bis 26 nach unserer Zeitrechnung) lehnte die Astrologie zwar nicht ab, er spricht sich allerdings insofern gegen sie aus, als damit zum einen dem antiken Götterkult gehuldigt wird, zum anderen den Leuten Geld aus der Tasche gezogen werden soll. In Band 9 Kapitel 139 des Lorber-Evangeliums kritisiert er: »Die Priester nutzten schon immer alle außergewöhnlichen Erscheinungen am Himmel dazu, den Menschen Angst einzujagen mit dem Ziel, sie dadurch zu Almosen, Opfern und anderen Bußwerken zu bewegen.«
Der Hochgeist der Wahrheit läßt uns im Greber-Evangelium wissen:
“Je nach der Stellung jener Weltkörper
zu eurer Erde ist auch ihre Odstrahlung auf die Erde bald stärker, bald schwächer. Da die Stellung der Weltkörper zueinander mit jeder Sekunde wechselt, darum wechseln in demselben Maße auch die Odstrahlungen, die jene Weltkörper zu eurer Erde senden. Die Mischung des
Od (= Lebenskraft) eurer Erde mit dem Od der sie umgebenden Weltkörper ist von der größten Bedeutung für das Leben und das Wachstum auf eurer Erde. Jede Odart besitzt auch eine ganz eigenartige Kraftwirkung.
In dem Maße nun, in dem im Augenblick der Geburt das körperliche Od des Neugeborenen unter dem Einfluß einer einseitig starken Odwirkung eines oder mehrerer Weltkörper steht, in demselben Maße wird die
Odmischung
des Neugeborenen beeinflußt. Sie ist ja im Augenblick der Geburt gewissermaßen noch ziemlich neutral und wird nun durch die auf sie einwirkende Odstrahlung und Odmischung nach einer gewissen Richtung für immer festgelegt. So ist es auch bei der Odmischung des Neugeborenen. Die Gesamt-Odmenge ist bestimmt und kann nicht vermehrt werden. Bildet nun eine gewisse Odart den Hauptbestandteil des Gesamt-Od, so wird sie für die Gestaltung und das Wachstum des Neugeborenen für immer maßgebend bleiben. Und da die einzelnen Odarten auch ganz eigenartige Lebensenergien entwickeln, so wird die Eigenart des Hauptbestandteiles an Od dem
Neugeborenen neben einer besonderen Gestaltung seines Körpers auch einen ihm eigentümlichen Charakter in seinem Handeln geben.
Es ist daher kein Aberglaube und auch keine leere Phantasie, dass man aus dem Zeitpunkt der
Geburt auf die körperliche Eigenart und den Charakter eines Menschen schließen kann. Der Einfluß der Odwirkung der Weltkörper auf euer irdisches Dasein, eure Lebensenergien, Charaktere und Temperamente ist ein viel größerer, als ihr
euch denkt. Ihr pflegt ja selbst zu sagen: "Er ist unter einem glücklichen oder unglücklichen Stern geboren." Damit soll die Wirkung ausgedrückt werden, welche die Odstrahlung eines Weltkörpers auf die Lebewesen
bei ihrer Geburt ausübt.”
4. Fundamentaler Erkenntnisgewinn
Seriöse Astrologie beschäftigt sich weniger mit dem Voraussagen von Ereignissen, sondern mit der Selbsterkenntnis des Menschen. Dadurch wird man in die Lage versetzt, sein Lebensschicksal überhaupt zu begreifen. Denn es gibt im
Leben des Menschen keinen Zufall. Sie sind also nicht “zufällig” in diese Rasse, dieses Volk, diese Sippe und diese Familie hineingeboren worden! Die Ursache dessen
liegt im karmischen Gesetz des Kosmos begründet.
Wenn Sie ernsthaft Astrologie betreiben, brauchen Sie nicht mehr mit Gott über Ihr Schicksal hadern oder der unnützen Frage nachhängen, warum Gott denn nur dies oder jenes Unglück zugelassen hat.
Astrologie hat nämlich
weniger mit Wissenschaft zu tun, als vielmehr mit Religion und der Erkenntnis göttlicher Gesetze (nicht zu verwechseln mit Kirche als institutionalisierter Religion!).
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